Die Undichtigkeit und die Reparatur der
Esperienza Digital / DeLonghi EAM 3400

Tja, auch bei einer Qualitätsmaschine kann mal eine Reparatur nötig werden.

Es bildete sich im Laufe der Zeit Wasser unter der Maschine und die Tassen wurden einfach nicht mehr so voll. Sie schien also während des Brühvorganges Wasser zu verlieren. Erschwerend kam hinzu, dass während der Aufwärmphase ein Brodeln und Zischen zu hören war. Das gab es vorher nicht.

Um es gleich vorweg zu sagen, ich habe natürlich noch Garantie drauf, aber ich habe keine große Lust wegen einer Kleinigkeit die Maschine in die Werkstatt zu bringen und dann ewig auf die Rückkehr zu warten. Selbst bei wenigen Tagen wird die Wartezeit zur Tortur. Daher heißt es: Schrauber her und Deckel auf.

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Nachdem die Seitenteile, die Rückwand und der Deckel entfernt sind (alles mit normalen Kreuzschlitzschrauben befestigt), entblößt sich die Elektronik der Maschine.

 

Erstaunlich der relativ übersichtliche und scheinbar einfache Aufbau.

 

 

 

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Gut sichtbar die Schlauchverbindungen, die Pumpe, sowie die beiden Heizsysteme für Wasser und Dampf.

 

 

 

 

Im unteren Bereich ist auch gut der Antrieb für die Sieb-/Brüheinheit zu erkennen. Das Ganze wird mittels Riemen angetrieben. Sicher auch interessant wenn das Teil mal ausgetauscht werden muss.

 

 

 

 

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Leider nicht so gut zu erkennen, zumindest hier auf dem Bild, aber auf dem Netzteil in der Maschine steht tatsächlich DeLonghi.

Also für alle die, die immer noch Zweifel haben, was bei Privileg drin ist. Sie ist wirklich von DeLonghi.

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem ich das Teil nun auseinander geschraubt hatte, konnte über eine ausgiebige Funktionsprüfung das Leck ausfindig gemacht werden. Allerdings nicht wie erwartet nur ein Leck:

 

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Zum Ersten trat tröpfchenweise Wasser aus dem Zulauf Richtung Dampfbereitung aus (siehe Kreis).

Nicht viel, aber es reichte aus um nicht sofort zu verdampfen. Damit tropfte es auf dem Maschinenboden und sammelte sich.

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Schwerer wog aber das zweite Leck direkt am Durchlauferhitzer (siehe Kreis).

Hier trat trotz der vorhandenen Dichtung extrem viel Wasser aus. Bedingt durch die Ausdehnung bei Hitze geschah dies natürlich bereits direkt nach dem Einschalten.

Die ersten Tropfen verdampften dann bei dem sich nach und nach wärmer werdenden Durchlauferhitzer (die Oberfläche heizt gleichzeitig auch die Tassenablage), wodurch das Zischen beim Einschalten der Maschine entstand.

Wurde dann Kaffee gezogen, reichte die Dichtung natürlich überhaupt nicht mehr aus und das Wasser quoll förmlich aus der Verbindung hervor. Gegen diese Menge kam dann allerdings der erhitzte Boiler auch nicht mehr an. Folge: Das Wasser suchte sich seinen Weg nach unten und floss aus dem Boden der Maschine aus.

Ein reines Anziehen der Schraube reichte allerdings nicht zur Abdichtung aus. Zum einen war die Schraube schon fest angezogen, zum anderen kam man gut erkennen, dass sich die Schraube seitlich am Zufluss befindet. Folge: Noch festeres Anziehen bewirkt ein Anheben des Zuflusses auf der gegenüberliegenden Seite, daraus folgt dann eine zusätzliche Undichtigkeit.

Guter Rat war jetzt teuer, was tun? Irgendwie muss das Ding ja dicht zu kriegen sein, ohne das die Maschine deswegen in die Werkstatt muss und ich ewig drauf warte.

Der erste Versuch es mit einer neuen Dichtung zu versuchen misslang. So eine Dichtung oder zumindest etwas vergleichbares zu bekommen grenzt an einen Sechser im Lotto.

Aber für was hat man gute Freunde. Ich erzählte meinem von diesem Unglück und er hatte sofort eine Lösung parat. Es traf sich, dass er gerade jetzt sein Ofenrohr abdichten musste und somit über eine Dichtungsmasse aus Silikon verfügte, die bis 285°C hitzebeständig ist. Das es sich dabei um rotes Silikon handelte war mir egal, da dies in der Maschine eh nicht zu sehen ist.

Also habe ich das Zeug vorsichtig aufgebracht, den Zufluss wieder festgeschraubt und mit Spannung die Aushärtezeit abgewartet. Auf den obigen Fotos kann man in der roten Kreisen gut die ausgetretene Dichtmasse erkennen.

Dann ging es (natürlich im offenen Zustand) zur Funktionsprüfung und es hat geklappt. Die Maschine ist dicht und die Tassen wieder voll. Ein voller Erfolg und das ohne große Wartezeit und ohne viel Einsatz.

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